Welchen Sportbootführerschein braucht man?

Wer mit dem Wassersport beginnt wird sich früher oder später mit der Frage beschäftigen, welches der richtige und nötige Führerschein für den persönlichen Bedarf ist. Glaubt man den Verbänden, ist es wünschenswert einen möglichst hochwertigen Schein vorweisen zu können. Bezieht man sich dagegen nur auf den Gesetzestext sollte ein Sportbootführerschein See für alle offenen Gewässer vollkommen ausreichend sein. Was stimmt nun?

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So lange es zu keinem Schaden kommt, ist der Schein sicherlich irrelevant. Spannend wird die Fragestellung dann, wenn es mal einen Unfall oder ein anderes Ereignis gegeben hat. Hier könnte eine Frage lauten: „Hatten Sie denn überhaupt die entsprechende Qualifikation?“

Eine entsprechende Anfrage wurde vom Ministerium wie folgt beantwortet:

„Jenseits der Seeschifffahrtsstraßen benötigen Sie grundsätzlich keine Fahrerlaubnis, wenn Sie Ihr Sportboot nur zu rein privaten Zwecken nutzen.“

Etwas mehr Klarheit wurde durch die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) ins Dunkel gebracht. Auch wenn Unfälle der
Sportschiffer von dieser Behörde nicht (mehr) untersucht werden. Klar ist: es wird der Erfahrungsschatz hinterfragt werden.

Um die Erfahrungen nachzuweisen, gibt es die Möglichkeit Aufzeichnungen und Nachweise für gefahrene Meilen (Logbücher, Meilennachweise) vorzulegen. Besitzt man höherwertige Scheine, wie SKS, SSS oder SHS wird anhand dieser Scheine eine entsprechende Eignung und Erfahrung als gegeben angenommen.

Insofern an dieser Stelle: Ja, es mach Sinn einen SKS, SSS oder SSS zu machen.

Wenn Sie mehr hierzu erfahren möchten empfehlen wir:
Segel-Berichte mit einem detaillierten Bericht über die Scheinfrage.

Und hier noch ein Aufruf in eigener Sache:
Marina Guide hat leider noch immer einige Häfen an der Ostsee und einige Häfen an der Nordsee bei welchen uns Benutzer-Bewertungen und Fotos fehlen. Schauen Sie doch bitte einmal hinein und helfen Sie anderen Skippern bei der Auswahl des nächsten Liegeplatz.